Stadt Dachau Home
Aktuell > aktuelle Meldung


Feuerwehr übt im Hochseilgarten

Zu einer Feuerwehrübung der besonderen Art machten sich am vergangenen Samstag 12 Feuerwehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr Dachau auf. Sie fuhren zu dem Hochseilgarten der Oh-Do-Kwan Sportschulen an der Ruderregatta in Oberschleißheim.
Ein Hochseilgarten ist ein künstlich geschaffenes Lern- und Erfahrungsfeld, welches ein Erlebnis der ganz besonderen Art ermöglicht. Auf ca. 10 Meter Höhe sind zwischen Holzmasten verschiedene Übungselemente aus Holzbalken und Stahlseilen installiert, deren Überwindung neben Konzentration auch eine gehörige Portion Mut und Geschick erfordert.
Die Arbeit der Feuerwehr ist trotz aller Vorsicht nicht immer risikolos. Schnell kann es passieren, dass man andere Personen oder sich selbst aus exponiteren Lagen befreien muss (z.B. Kräne) oder bei Stürmen auf Hausdächern zu arbeiten hat. Für diese Arbeiten hat die Feuerwehr Dachau eine spezielle Ausrüstung, den Gerätesatz Absturzsicherung . Es ist aber nicht nur wichtig sich mit den vorhandenen Mitteln und deren Handhabung vertraut zu machen, sondern auch das Arbeiten in erhöhten Positionen muss trainiert werden.
Zum Aufwärmen musste die Gruppe ein Spinnennetz überwinden und danach durfte sich jeder an einer Kletterwand versuchen. Nach dem Erklimmen der Plattform ging es dann in Zweierteams zu den verschiedenen Übungen über Seile, Balken oder das Fischernetz. Dabei verlor der ein oder andere schon mal den Boden unter den Füßen.
Das vielleicht schwierigste Element im Hochseilgarten kam zum Schluss. Die Wehrmänner mussten auf einen einzeln stehenden etwa 9m hohen Pfahl klettern und sich dann oben auf eine kleine Plattform stellen, welche gerade einmal so groß war, dass ihre Füße darauf passten. Allein nur dieses Aufrichten kostete einiges an Überwindung, da die Plattform in dieser Höhe doch erheblich schwankt. Dreifach gesichert sprangen die Feuerwehrler dann in die Tiefe, zunächst im freien Fall, bis diese durch die Sicherungsseile wieder aufgefangen wurden.Sinn und Zweck aller Übungen war, dass die Teilnehmer an Selbstvertrauen, körperlicher und geistiger Beweglichkeit dazugewinnen, effektiv im Team arbeiten und dabei versuchen eigene Grenzen zu überwinden. Nach dem erfolgreichem Absolvieren der Übungen waren sich alle einig, dass diese Übung der besonderen Art im nächsten Jahr wiederholt werden soll.

Auf dem Foto: v.l.n.r.
Hintere Reihe: Frederic William, Jürgen Günther, Alexander Hölzl
Vordere Reihe: Sebastian Fritsch, Wolfgang Reichelt, Andreas Wild, Florian Demmelmair, Dominik Baumüller, Matthias Wiedmann, Wolfgang Schamberger, Martin Seidl, Tobias Wilke





Veröffentlicht am 17.11.2003