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Umbau und Erweiterung der Atemschutzwerkstätte

Am Samstag, den 01. Oktober 2011 wurde die umgebaute und erweiterte Atemschutzpflegestelle im Feuerwehrgerätehaus Dachau durch Oberbürgermeister Peter Bürgel und Kommandant Konrad Tonhauser eingeweiht.

Bei der Feuerwehr Dachau ist die Atemschutzpflegestelle des Landkreises angesiedelt. Das bedeutet, die Gerätewarte reinigen und prüfen nicht nur die Atemschutzgeräte, -flaschen und -masken der Feuerwehren der Stadt Dachau, sondern auch die des Landkreises und nahezu aller Landkreisfeuerwehren. Das waren im abgelaufenen Jahr 2.931 Flaschen, 1.394 Masken und 1.187 Geräte, daneben noch 46 Chemikalienschutzanzüge.
15 Jahre nach Bezug des Gerätehauses am Fritz-Müller-Weg waren umfangreiche Umbaumaßnahmen dieser Werkstatt notwendig geworden. 2009 wurden diverse Hygiene- und Dienstvorschriften für die Feuerwehren aktualisiert. Dadurch wurde es zum Beispiel unzulässig, Chemikalienschutzanzüge, die bis dahin im Seitenflügel gereinigt wurden, über den Hof in die Atemschutzwerkstatt zu tragen. Die Ausstattung und Arbeitsflächen der Atemschutzwerkstatt entsprachen auch nicht mehr dem neuesten technischen Stand. So konnte auch keine Schwarz-Weiß-Trennung der Geräte eingehalten werden. Das bedeutet, gebrauchte und mit Brandrauch verunreinigte Atemschutzgeräte (schwarz) wurden direkt neben frisch gereinigten und geprüften Geräten (weiß) gelagert. Dafür sind inzwischen getrennte Räume vorgeschrieben.
Eine Arbeitsgruppe befasste sich intensiv mit dem Projekt. Als optimale Lösung wurde schließlich festgehalten, dass die vorhandene Atemschutzwerkstatt um einen Raum erweitert wird. Das bedeutete jedoch, dass das Floriani-Stüberl, verlegt werden musste. Da natürlich kein Raum leer stand, war eine Ausweitung der Baumaßnahmen notwendig. Als Lösung wurde ein Teil des großen Lagerraumes im Erdgeschoss ins Auge gefasst. Durch den Einbau eines Hochregals und Optimierung der Lagerhaltung konnte der notwendige Raum freigemacht werden.

Am 04.02.2010 gab der Bauausschuss grünes Licht für den Umbau. Nach der Kalkulation des beauftragten Architekturbüros Schwarz stellte die Stadt 240.000 € für die Maßnahme bereit.
Nach über zwei Jahren Planungs- und Bauzeit konnten die Arbeiten zum Beginn der Sommerferien 2011 abgeschlossen werden. „Das besonders erfreuliche“, so Kommandant Konrad Tonhauser bei seiner Rede, „der Kostenrahmen wurde nicht ganz ausgeschöpft“.
Der Umbau wurde bei laufendem Betrieb durchgeführt, wodurch es zwangsläufig immer wieder zu Engpässen kam und besonderes Improvisationstalent gefordert war. Oberbürgermeister Peter Bürgel lobte alle am Bau beteiligten für die gute Zusammenarbeit und dankte den Feuerwehrfrauen und Feuerwehmännern für ihre Mithilfe und Leidensfähigkeit.
Der Feuerwehrverein hat sich mit 16.000,- € an den Baukosten beteiligt, um das Stüberl, welches zwar keine „Grundausstattung“ eines Gerätehauses ist, aber Gemütlichkeit ins Haus bringt und so das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mannschaft stärkt, im alten Glanz erstrahlen zu lassen. Der Verein hat sich allerdings nicht nur finanziell beteiligt, viele Kameradinnen und Kameraden haben unzählige Arbeitsstunden geleistet, so wurde zusätzlich eine sehr ansehnliche und geräumige Terrasse angebaut.






Veröffentlicht am 06.10.2011