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2. TraumaTraining am 19.5.2001

Der Übungs- und Trainingstag läuft in Form eines Zirkeltrainings mit tutorbetreuten Kleingruppen ab. Jeweils vier Ärzte und vier Rettungsassistenten bilden zusammen ein Team. Jede Gruppe wird von Fachpersonal des Rettungsdienstes und der Feuerwehr sowie einem erfahrenen Notfallmediziner durch den Tag geleitet. Dies ermöglicht effizientes Lernen in Kleingruppen, unter Anleitung von fachlich versierten Tutoren. Selbstverständlich bildet eine individuelle Nachbesprechung den Abschluß des Tages.

Neben dem Förderverein Rettungsdienst Dachau, treten die Freiwillige Feuerwehr Dachau, der Qualitätszirkel Notfallmedizin Dachau, die Kreiskliniken Dachau-Indersdorf, die Arbeitsgruppe Notfallmedizin der TU München und der Berufsverband der Internisten als Veranstalter auf. Die wissenschaftliche Leitung übernahm Herr Prof. Dr. Bernd Claudi, Chefarzt der Unfallchirurgie KKH Dachau.

Die am Trauma-Training beteiligten Notärzte und Rettungsassistenten absolvieren im Tagesablauf folgende Übungsstationen:

1. Rettung aus einem Gebäude/Baustelle

  • Situation: Baustellenunfall mit mehreren Schwerstverletzten
  • Schwierigkeiten und Ziele: Erkennen und Einschätzen von besonderen Einsatzsituationen, entsprechende Organisation der technischen Rettung, Drehleiterrettung.
    verunfallter Bauarbeiter

2. Verkehrsunfall

  • Situation: LKW-Unfall mit beteiligtem PKW. Mehrere Personen verletzt und eingeklemmt.
  • Schwierigkeiten und Ziele: Beachtung der Eigensicherung, Zugang zu Patienten außer Reichweite, Organisation der Einsatzstelle, primäre Sicherung der Vitalfunktionen, Rettung aus LKW.

3. Organisieren einer Verletztensammelstelle

  • Situation: Wohnhausbrand mit etwa 10-15 Verletzten unterschiedlicher Schweregrade
  • Schwierigkeiten und Ziele: Sichtung, Triage und Organisation, sinnvolle Einteilung der vorhandenen lokalen und überregionalen Ressourcen anhand gegebener Behandlungsprioritäten, Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fachdiensten und der Sanitätseinsatzleitung, Arbeiten unter erhöhtem Einsatzstress.
Triage

4. Rettungsboot

  • Situation: Bei einer Grillparty auf einer Insel kommt es zu einer Explosion, bei der mehrere Personen vor allem Brandverletzungen erleiden und mit Schock umherirren
  • Schwierigkeiten und Ziele: Übersetzen zur fingierten Insel nur mit Rettungsboot möglich, so dass Rettungspersonal nur mit Zeitabständen eintrifft. Vorangehende Entscheidungen notwendig, welche medizinischen Resourcen unbedingt benötigt werden. Verletzte können nur mit dem Boot ans Festland gebracht werden.

5. Explosion

  • Situation: Jugendliche verursachen im Keller eine Explosion. Mehrere Verletzte im schlecht zugänglichen, nicht beleuchteten Raum.
  • Schwierigkeiten und Ziele: Eigensicherung, Arbeiten unter erschwerten Bedingungen, Situationsgerechte Versorgung der Patienten.
Rettung unter Atemschutz