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Unwetter zieht über Dachau hinweg

Volksfesträumung und eine Hand voll weiterer Einsätze

Am Freitag, den 18. August 17 zog gegen 21 Uhr ein schweres Unwetter mit Starkregen, Sturm und Blitz- und Donner im Sekundentakt über Dachau hinweg und bescherten der Freiwilligen Feuerwehr Dachau sechs Einsätze. Um 21:32 Uhr lösten die Funkmeldeempfänger der Ehrenamtlichen erstmals aus. In der Kufsteiner Straße wurde ein eingestürzter Baum gemeldet. Wie sich später herausstellte, war der Baum gegen ein Haus gekippt und drohte dieses beim umfallen zu beschädigen. Hier wurde das Technische Hilfswerk mit schwerem technischem Gerät zur Unterstützung hinzugezogen.
Kurz darauf rückten die noch im Gerätehaus verbliebenen Kameradinnen und Kameraden auf den Volksfestplatz aus. Die Verantwortlichen der Stadt Dachau hatten sich um 21:45 Uhr für den Abbruch des Festes aufgrund der aktuellen und noch angekündigten Extremwetterlage entschieden. Diese Entscheidung und deren Durchsetzung haben bei vielen Besuchern für Unverständnis geführt und im Nachhinein betrachtet, war sie evtl. auch nicht zwingend notwendig gewesen. Aber hier mussten die Verantwortlichen, wie die Feuerwehren bei nahezu jedem Einsatz, aufgrund der vorgefundenen Lage innerhalb kürzester Zeit Entscheidungen für Leib und Leben der Bevölkerung treffen. Im Nachgang, daheim im Wohnzimmer oder in den Büros der Strafverfolgungsbehörden können diese stunden- oder sogar wochenlang analysiert und für unangebracht erachtet werden. Die eine oder andere Entscheidung würden die Verantwortlichen mit mehr Zeit und Informationen eventuell so auch nicht mehr treffen. In den vergangenen Wochen hatte der Deutsche Wetterdienst mehrfach Unwetterwarnungen für Dachau raus gegeben, die allesamt an der Stadt vorbeigezogen sind, diesmal zog die erste Front über Dachau hinweg..
Zum Glück ist durch das Unwetter niemand ernsthaft zu Schaden gekommen und es sind keine größeren Schäden entstanden. Im Jahr 2004 hatte ein vergleichbares Unwetter erheblichen Schaden angerichtet.
Vorsorglich wurden weitere Einsatzkräfte alarmiert und mussten wenig später zu weiteren Unwettereinsätze ausrückten. Diese abzuarbeiten war dann nur Routine. In der Langwieder Straße mussten zwei über die Straße gefallene Bäume zerkleinert und beseitigt werden. In der Heinrich-Nikolaus-Straße lag ein großer Ast halb über die Fahrbahn, der schnell zur Seite gezogen und die restlichen Zweige innerhalb einer Minute von der Fahrbahn geklaubt waren. Im Marie-von –Kalkreuth-Weg neigte sich ein Baum über den Fußweg. Zur unmittelbaren Gefahrenabwehr und aus Eigenschutz, wurde hier nur der Weg abgesperrt. Die Fällung wird in den nächsten Tagen bei Tageslicht durch den Stadtbauhof erfolgen.
Gegen 23 Uhr forderte die Leitstelle die Unterstützung der Feuerwehr zum Ausleuchten eines Hubschrauberlandeplatzes in der Nähe des Krankenhauses an. Der dortige Landeplatz auf dem Parkhaus konnte nicht genutzt werden. Ein Hilfeleistungslöschfahrzeug rückte daraufhin aus.
Etwa gegen Mitternacht waren die Einsätze in Dachau abgearbeitet und, da das zweite angekündigte Unwetter an Dachau vorbeigezogen war, kamen keine weiteren Meldungen der Leitstelle rein. Die restliche Nacht verlief völlig ruhig.





Veröffentlicht am 20.08.2017